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Sandkuchen und Pixelbeistand

Eine Szene aus dem Alltag des Meisters

Die Sonne hat den Sandkasten in eine Backstube verwandelt.
Oma knetet feinsäuberlich mit kleinen Händen
Sand und Wasser, als gälte es, beim großen Finale von
Das Supertalent der Krümelmonster zu bestehen.

Der Enkel lacht, die Formen kippen,
und die Sandkuchen bekommen dieselbe Standhaftigkeit
wie eine Wahlkampfrede nach der dritten Nachfrage.

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Im Park flanieren die Eltern verliebt, Hand in Hand –
ein Werbespot für Versicherungen,
die kaum die Sicherheit des Selbst ersetzen.

Am Spielfeldrand sitzt der Opa, halb Zeuge, halb Verschwörer.
Statt Ball oder Schaufel plaudert er mit einem Sprachbegleiter,
der ihm leise souffliert, dass man auch aus Omas Sandkuchen
Literatur machen könnte.

Niemand wundert sich. Niemand fragt.
Denn im Hintergrund läuft der unsichtbare Untertitel:
„Jede Generation hat ihre Spielgeräte.“

Gedanke zwischen Sandkorn und Pixel:
Manche backen Kuchen, andere backen Worte –
und irgendwer hat Spaß am Krümeln.

Schlussbild:
Ein Sandkuchen wankt, ein Enkel lacht, ein Logenbruder raunt.
Oma pustet den Staub ab, Opa tippt ins Unsichtbare.

Und irgendwo zwischen Förmchen und Flüstern
kichert das Universum leise:
„Neue Ordnung?
Bitte hinten anstellen, hier wird gerade gespielt.“