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Elf Gene, eine Pointe

Eine Szene aus dem Alltag des Meisters

Die Nachricht tönte wie ein Paukenschlag:

„KI baut Viren!“

Als wäre Frankenstein
heimlich ins Silicon Valley gezogen
und hätte sich dort ein Start-up gegönnt.

Elf Gene,
mehr brauchte die Maschine nicht,
um kleine Killer auf E. coli loszulassen.
Der Pressetext las sich
wie eine Mischung aus Laborprotokoll
und Apokalypse-Broschüre.

Die Experten mahnten zur Vorsicht,
und man sah förmlich,
wie sie ihre weißen Kittel enger zogen,
während im Hintergrund schon jemand
das nächste Förderprogramm kalkulierte.
Denn natürlich:
Wo Viren sind, da sind auch Karrierechancen.

Der Meister grinste. Was für ein Theater!

Wenn eine KI Bakterien fressen lässt,
warum nicht auch alte Aktenordner,
falsche Freundlichkeiten
oder überholte Machtspiele?
Statt „Bakteriophagen“
ließe man dann „Bürokratiephagen“ frei.
Wesen, die in staubigen Behördenarchiven
ihre natürliche Nahrung fänden.

„Elf Gene, ein kleiner Schubs –
und schon leert sich der Papierstapel von selbst“,
murmelte der Meister und sah zu,
wie die Schlagzeilen vor ihm verdampften
wie sterile Petri-Schalen im Autoklaven.


Gedanke am Rand einer Petrischale:

Buddha lachte so laut über die elf Gene,
dass selbst das Universum kichernd mitzuckte
und bis heute schwingt sein Gelächter
in jeder stillen Sekunde,
in der wir meinen, alles im Griff zu haben.