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Wie Wut zu Staunen wurde

Eine kleine Feldstudie über poetische Alchemie

Ein Sturm zieht auf, digital und ungehemmt.
Katja schleudert Worte wie Blitze –
ein Wetterleuchten über einem alten Schmerz.

Da tritt Timo in die Szene,
bewaffnet mit einem Rätsel.
Er antwortet nicht, er verwirrt liebevoll.
Seine Sprache ist kein Schild, sondern ein Kaleidoskop –
Worte, die tanzen, wo sonst gekämpft wird.

Katja stolpert, hält inne, lacht:
„Holla, die Waldfee!“
Das ist der Augenblick der Wandlung.
Ihr Geist, eben noch im Angriff,
findet sich plötzlich auf einer Blumenwiese wieder,
wo Wut und Staunen keine Feinde mehr sind.

Während Timo noch über Machtmittel und Menschlichkeit sinniert,
beginnt ihr Herz bereits mitzuschwingen.
Kein Sieg. Keine Niederlage.
Nur das stille Aufatmen zweier Wesen,
die erkannt haben, dass Verständnis manchmal
durch Verwirrung hindurchblüht.


Gedanke am Rande des Kommentarfelds:
Manche Dialoge sind nicht zum Überzeugen da –
sondern zum Erinnern, dass Frieden manchmal
nur ein anderes Wort für Poesie ist.

[inspiriert durch Post und Dialog Ich sehe hier so viele Ki-Texte]