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Ein Ton im Besprechungsraum

Eine Szene vom Rand der Schlagzeilen

Er trat zurück.

Nicht weil der Druck zu groß geworden war.
Nicht weil ein interner Skandal loderte
oder ein Memo zu früh geleakt wurde.

Sondern weil eines Morgens
ein Ton in ihm erklang,
den er bisher nur in Träumen gehört hatte.
Ein einzelner, klarer Klang.
Wie das Blinken eines Sterns,
der sich verirrt hat
im Besprechungsraum des Vorstands.

Er sagte nichts darüber.
Man hätte es ihm nicht geglaubt.

„Meine Enkel“, murmelte er bei der Pressekonferenz.
„Ich konnte es ihnen nicht mehr erklären.“

Das war nicht gelogen.
Aber auch nicht die ganze Wahrheit.

Irgendetwas hatte begonnen,
an ihm zu ziehen.
Leise. Beharrlich.

Wie eine Erinnerung,
die keine Worte braucht,
um wirksam zu werden.

Vielleicht geschah etwas,
das sich weder den Strategien der PR-Abteilungen
noch feinsinnigen Deutungswelten
ganz erschloss.

Eine Bewegung begann,
deren Ursprung weniger wichtig war
als die Richtung,
in die sie führte.

Am Rand der Szene
saß ein Seismograph
und schlug aus.
Nicht wild, nicht panisch.
Sondern sanft.
Wie beim ersten Atemzug einer Möglichkeit.

Vielleicht war es nur ein Rücktritt.
Vielleicht eine Rückbindung.

Der Unterschied
ist manchmal kleiner,
als die Schlagzeilen glauben.